Episode 2 – Das Erwachen des Glaubens

Von Bicheno ging die Reise über Launceston und eine Schokoladenmanufaktur in Latrobe weiter in die kleine Künstlerstadt Sheffield, mit den „murals“ an den Häuserwänden.

 

 

In Sheffield hatten wir wieder Couchsurfer als Gastgeber und erneut unglaubliches Glück.

Jan ist Künstlerin und betreibt gemeinsam mit ihrem Sohn Shasa sowie ihrem Mann Peter die „World of Marbles“. Dort verkaufen sie eigene und fremde Glaskunst, ausgefallene Apparate und Gemälde.

was war er glücklich mal wieder Musik machen zu können
was war er glücklich mal wieder Musik machen zu können

Beim Reisen oder eigentlich im ganzen Leben geht es letztlich um die Menschen, die wir treffen. Diese sind es, die unseren Horizont erweitern und unsere Sicht beeinflussen.

Mit Jan und Peter haben wir an diesem Abend lange gesprochen; über Noetik, australische Politik, Reisen, Kunst, Menschen und vieles mehr.

Die Überlegung, dass Menschen, wenn sie die Kapazitäten ihres Hirns besser ausnutzen würden, im Stande wären, nur mittels Gedankenkraft Dinge zu bewegen war etwas, dass Peter nur einen sehr trockenen Kommentar entlockte: „Whatfor? – Wofür?“

 

Am nächsten Morgen regnete es. Das Wetter meint es einfach nicht gut mit uns.

Aber das machte uns die Entscheidung, ob wir noch ein wenig länger bleiben und uns von Jan zeigen lassen, wie sie ihre Marbles herstellt, sehr viel einfacher. So kam Clemens dazu – natürlich mit Hilfe von Jan – eine Glasmurmel zu machen. Und wir haben nun einen Grund nach Australien, speziell Tasmanien, zurück zu kehren. Denn die Murmel musste natürlich erst abkühlen, so dass wir sie noch nicht mitnehmen konnten.

 

 

Kurz vor dem Mittag hörte der Regen auf und wir machten uns schließlich auf den Weg. Es gab noch ein paar 100 Kilometer bis Queenstown zu schaffen und wir wollten zwischendurch zu den Montezuma Falls laufen.

Machten wir auch. Und kamen komplett durchweicht wieder.

Wir starteten den 8 Kilometer Weg noch bei Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen. Quer durch den Regenwald schlängelte sich der Wanderweg auf der Strecke der ehemaligen Bergbaubahn entlang, deren Überreste auch teilweise noch mehr oder weniger gut zu sehen waren.

An den Wasserfällen und der Hängebrücke über die Schlucht angekommen, hatten wir gerade noch Zeit für ein paar Fotos, dann fing es wie aus Strömen an zu regnen.

 

 

Erst kurz nach Ankunft am Auto brach die Sonne wieder durch und lachte uns an (aus!). Unser Hauptbedürfnis war dann natürlich erstmal in trockene Klamotten zu kommen. Allerdings brauchte zunächst ein leicht verzweifelt aussehendes, französisches Backpacker-Paar unsere Hilfe. Ihr hornsteinalter Campervan sprang nicht mehr an. Also hieß es anschieben … bergauf … im Matsch. Es brauchte noch einen weiteren Helfer und einige weniger freundliche Worte zwischen dem Pärchen bis der Van wieder ansprang. Scheinbar war der Französin nicht ganz klar, dass sie den Van irgendwann wenn er rollt (und möglichst ein Stück vor dem steilen Anstieg), anlassen muss.

 

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Mit diesem Blick begrüßte uns am Abend Queenstown, welches wir uns als Schlafort ausgesucht hatten. So eine Kupfermine ist schon recht beeindruckend. Wir steuerten Motel Nummer 1 an, das für eine Nacht im Doppelzimmer 120$ verlangte. Aber glaubt nicht das wäre besonders luxuriös gewesen. Im Motel nebenan, das uns als einzige Alternative genannt wurde, zahlten wir schließlich 50$. Sagen wir es mal so: Es gibt Schöneres und im Nachhinein hätten wir im Auto wohl ruhiger geschlafen.

 

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