Episode 3 – Ein neues Bewusstsein

Nach unserer nicht sehr geruhsamen Nacht in Queenstown, ging es wieder zurück auf die Straße Richtung Hobart. Das Wetter hatte sich deutlich gebessert und so konnten wir noch einmal einiges an wundervoller Natur sehen: u.a. Lake Burbury, Nelson Falls und dann der Mount Field National Park mit den Tall Trees. Der größte der Bäume dort ist knapp 100m hoch und anhand unserer Fotos könnt ihr auch ihre Ausmaße erahnen! Laut den Erzählungen eines Guides gibt es auf Tassie jedoch Baumstümpfe von Bäumen, die nach der Besiedlung durch die Briten gefällt wurden, auf denen man bequem einen Pickup parken könnte. Außerdem hat man in diesem Nationalpark einmal mehr die Anpassungs- und Regenerationsfähigkeit des Regenwalds sehen können. Wie so oft waren wir sehr beeindruckt. Ebenso wie die 3 Busgruppen, die gleichzeitig mit uns dort waren :/

Als letztes Ziel, bevor wir am Abend in Hobart ankommen wollten, stand noch die Redlands Estate Destillerie auf dem Plan. Dort konnten wir für 10$ eine kleine Verkostung machen. Da Clemens noch fahren musste und nur nippen konnte, ist Mia in diesen großen Genuss (u.a. Best Scotch Whisky 2014) gekommen. Der hauseigene Whisky war leider noch nicht ganz fertig, da die Destillerie erst wenige Jahre alt ist. Daher wurden nur welche von Partnern und der hauseigene Apfelschnaps probiert. Der Brennmeister war supernett. Wir haben uns ausgiebig unterhalten und dann sogar einen kleinen Einblick in die Produktionshalle mit den Kesseln bekommen.

DSC_3472

In Hobart hatten wir schon vor Beginn unserer Reise einen weiteren Couchsurfer kontaktiert, bei dem wir die letzten beiden Nächte verbringen wollten. Leider war dessen Haus ein mittleres Desaster; dreckig, alt, halb verfault und ein Klo irgendwo in einem anderen Gebäude über eine wuchernde Wiese. Wir haben gar nicht erst ausgepackt sondern sind gleich wieder gefahren. Ein kurzes Telefonat mit Vanessa und Thierry später, konnten wir und wieder bei dieser lieben kleinen Familie einquartieren. Vorher kehrten wir jedoch noch in der Cellar Door der Lark Destillerie ein. Dort trank Clemens den nach seiner Aussage besten Whisky der Welt und bekam ein Tasting für 10$, das normalerweise vermutlich 25$ gekostet hätte. Einfach nur weil der Barkeeper uns wohl sympathisch fand (oder/und Mitleid mit armen Backpacker hatte) und bald zu machen wollte.

DSC_3479

Den folgenden Tag verbrachten wir auf Bruny Island. Einer der schönsten Flecken Erde überhaupt. Um dorthin zu gelangen, mussten wir mit der Fähre fahren. Da Montag war, rechneten wir nicht mit einem großen Ansturm und brachen nicht übermäßig zeitig auf. Falsch gedacht! Zwar bewegten wir uns entgegen dem Berufsverkehr, dennoch mussten wir auf dem Hinweg zwei Zyklen (ca 2,5h) warten ehe wir auf die Fähre kamen. Glücklicherweise waren wir unter den ersten, die rauf- und runterfahren konnten. Daher konnten wir den ewigen Fahrzeugkolonnen gut entgehen.

Bei strahlendem Sonnenschein wollten wir nun die Insel erkunden. Doch letzlich blieben wir an diesem wunderschönen, geschützten Sandstrand mit kristallklarem Wasser und leichter Brandung hängen. Nun hatte DIE Macht Tasmaniens uns tatsächlich vollkommen eingeholt. Einfach in der Sonne liegen und nichts tun. Genießen. Abschalten. Rumblödeln.

Wir wollten am liebsten da bleiben. Doch die letzte Fähre wartet nicht und am Abend wollten wir auch noch für unsere Gastgeber kochen. Also hieß es Aufsitzen und unsere Rennpappe zurück reiten. Die Warterei an der Fähre zog sich diesmal aufgrund von Verspätungen sogar noch länger hin (3h). Und dann sah es so aus, dass auch die dritte Fähre uns nicht mitnehmen kann, wir also noch eine Stunde warten müssen. Denn es gab noch einen freien Platz und aus irgendeinem Grund wurde ein Pickup, der eigentlich hinter uns in der Reihe war, vorgewinkt. Doch letztlich machte sich die Winzigkeit unseres Autos bezahlt. Mit 5cm Platz in jede Richtung passten wir genau in den letzten freien Platz der Fähre. Glück gehabt!

 

Nach einem gelungenen Abendessen (Spaghetti aglio, olio e peperoncino, Rucola mit Walnüssen und Parmesan) gab es einen wundervollen Nachthimmel zu bestaunen. Wir können euch sagen, all die Erzählungen über den unglaublichen Sternenhimmel Australiens sind wahr!! Es war überwältigend!

DSC_3547

Als Abschied von Tasmanien wollten wir uns am 17.02. – dem Tag unseres Rückfluges – nun noch Hobart anschauen. Vanessa begleitete uns noch auf einen Kaffee, nachdem wir Cleo zur Schule gebracht hatten. Und aus einem schnellen Kaffeetrinken wurden 2,5  Stunden Gespräche über Café-Ideen, Bücher, Weltpolitik, spirituelle Vorstellungen und Reisepläne.

Und wer begegnet uns, als wir uns – schließlich wieder allein –  auf den Weg machten, um die Geschäfte im Kunstviertel zu erkunden? Peter und Jen aus Sheffield! Sie hatten ein verlängertes Wochenende frei genommen, um in Hobart mal ein wenig auszuspannen. Tassie ist eben klein 😉

Mit einer Portion grandiosen Fish’n’Chips, fangfrisch versteht sich…also der Fisch, am Hafen von Hobart, nahmen wir schließlich Abschied und verließen Tasmanien superentspannt und mit dem sicheren Gefühl, irgendwann zurück zu kommen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s